Goethe-Universität Frankfurt
Die Goethe-Universität Frankfurt ist eine weltoffene Volluniversität und bekennt sich zur internationalen Zusammenarbeit. Dahinter steht zum einen der Wille, durch wissenschaftlichen Austausch zur Verständigung zwischen den Nationen und zum wirtschaftlich-kulturellen Aufbau von Entwicklungsländern beizutragen. Zum anderen verspricht sich die Goethe-Universität von ihrem internationalen Engagement einen Vorteil im weltweiten Wettbewerb zwischen den Hochschulen. Internationalität ist kein Selbstzweck: die Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Institutionen im Ausland erhöht die Forschungsleistung, und der Austausch von Studierenden mit Partneruniversitäten auf allen fünf Kontinenten gibt unseren Studierenden die fachlichen und sozialen Fähigkeiten, die sie für eine Forschungstätigkeit oder den Arbeitsmarkt des 21. Jahrhunderts brauchen. Durch die gezielte Rekrutierung von Mitarbeitern und Studierenden aus dem Ausland wird vielfältiges Talent an die Goethe-Universität gebunden.
Für die Goethe-Universität sind wissenschaftliche Exzellenz und entwicklungspolitischer Auftrag kein Widerspruch. So beschäftigt sich die Universität in Forschungsgegenstand und mit Forschungspartnern immer stärker mit Staaten des Südens und hat in den letzten Jahren Abkommen mit Institutionen in Panama, Mexiko, Südafrika, Burkina Faso, Indien und Vietnam geschlossen. An vielen Fachbereichen der Universität Frankfurt wird Spitzenforschung mit starkem entwicklungspolitischem Bezug betrieben, und der Wissenstransfer wird begünstigt. Das Zentrum für Interdisziplinäre Afrikaforschung (ZIAF) und das Interdisziplinäre Zentrum für Ostasienforschung (IZO) sind Kompetenzzentren der entwicklungsbezogenen Forschung. Zusammen mit afrikanischen Partnern betreibt die Goethe-Universität das Zentrum Point Sud in Bamako (Mali), das den wissenschaftlichen Nord-Süd und Süd-Süd-Dialog fördert. Der Frankfurter Exzellenzcluster zur Herausbildung normativer Ordnungen untersucht die gegenwärtigen Konflikte um eine „neue Weltordnung“. Studierende der Politikwissenschaften nehmen an der UNO-Simulation in New York City teil. Ein neuer Masterstudiengang beschäftigt sich mit „Geographien der Globalisierung - Märkte und Metropolen“, und der Fachbereich Biowissenschaften arbeitet in Panama an einem DFG-Projekt zur Ökologie pflanzenparasitischer Mikropilze.
Auch in der Ausbildung von Fachkräften aus Entwicklungs- und Schwellenländern leistet die Goethe-Universität ihren Beitrag. Von 35.000 Studierenden kommen 6.500 aus 134 Nationen weltweit. Dieser Ausländeranteil von 18% spiegelt die weltoffene Atmosphäre des Standortes Frankfurt wider, in dem ein Drittel der Bevölkerung einen ausländischen Pass besitzt. Das Studienkolleg der Goethe-Universität eröffnet ausländischen Studienbewerbern den Weg an die Goethe-Universität und andere deutsche Hochschulen.



