Philipps-Universität Marburg
Die Philipps-Universität Marburg hat schon in der Vergangenheit stets ein ausgeprägtes entwicklungspolitisches Engagement gezeigt. Viele ausländische Absolventinnen und Absolventen des Fachbereiches Wirtschaftswissenschaften haben sich in der Kooperation mit Entwicklungsländern spezialisiert und profiliert und in den Heimatländern und in internationalen Organisationen die Positionen erhalten, die die internationale Zusammenarbeit in dem so genannten Nord-Süd-Gefälle nachhaltig unterstützen. Diese besondere wirtschaftswissenschaftliche Profilbildung kann auch von deutschen Studierenden am Institut für Kooperation in Entwicklungsländern erworben werden. Einen weiteren gezielten entwicklungspolitischen Schritt hat die Philipps-Universität mit der Einrichtung des interdisziplinären Master-Studiengangs International Development Studies getan. Auch der Master-Studiengang Friedens- und Konfliktforschung hat erhebliche entwicklungspolitische Komponenten.
Entwicklungspolitische Themen sind an vielen Projekten in den verschiedensten Fachbereichen und Instituten Gegenstand der Forschung und Lehre. Im Gegensatz zu anderen Hochschulen hat die Philipps-Universität die Entwicklungszusammenarbeit nie zu einem herausgehobenen Ziel erklärt, sondern hält sie - nicht nur angesichts der sich dramatisch verändernden Strukturen in der Welt - für absolut notwendig und selbstverständlich und hat dabei auch die zukünftigen Herausforderungen im Visier. Das kommt z.B. in den Ausbildungsprogrammen mit chinesischen Hochschulen, dem Erlass der Studiengebühren für Studierende, die aus von der OECD anerkannten Entwicklungsländern kommen, ebenso zum Ausdruck.
Als das aktuellste und wohl auch zukunftsweisendste Projekt an der Philipps-Universität in diesem Zusammenhang ist die Einrichtung des Zentrums für Nah- und Mitteloststudien (CNMS) zu sehen. Die nachhaltige wissenschaftliche Beschäftigung mit der Sprache, Geschichte und Kultur sowie Natur des Nahen und Mittleren Ostens dokumentiert das langfristige Marburger Engagement für die Region. Dies schafft die unverzichtbare Basis für dauerhafte Kooperationen mit wissenschaftlichen Einrichtungen und für die Akquisition von Studierenden aus der Region.
Ein besonderes Anliegen der Philipps-Universität ist die Ausbildung und Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Ländern der so genannten Dritten Welt.



