Philipps-Universität Marburg für Flüchtlinge

University meets Refugees (UMR) - Informationsportal für Flüchtlinge

Mit Blick auf die stetig steigenden Zahlen von Menschen, die aus ihren Heimatländern vor Gewalt, Krieg und politischer Verfolgung Zuflucht in Deutschland suchen, möchte die Philipps-Universität Marburg mit dem Informationsportal "University meets Refugees (UMR)" Flüchtlingen und Asylbewerber/innen, die an einem Studium und/oder einer Weiterbildung interessiert sind, mit zielgerichteten Unterstützungsmaßnahmen und Informationsangeboten Möglichkeiten und Perspektiven zur Aufnahme eines Studiums aufzeigen.

Orientierungs- und Integrationsprojekt der Philipps-Universität

Die aktuell rund 3.400 ausländischen Studierenden der Philipps-Universität Marburg sollen künftig noch intensiver betreut und gefördert werden. Zudem soll ein Studium in Marburg für ausländische Studieninteressierte durch spezielle Integrations- und Studieneinstiegsprogramme noch attraktiver werden. Das ist Ziel des vom International Office der Philipps-Universität konzipierten Projekts ARIADNE. Gefördert wird das Projekt mit 420.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) im Rahmen des Programms "Offene Hochschulen – Potenziale nutzen, Übergänge gut vorbereiten" des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK). ARIADNE ist zudem Teil des Gemeinschaftsprojekts hessischer Hochschulen "Potenziale nutzen. Hochschule-Integration-Arbeitsmarkt".

Drei Teilprojekte für bestmögliche Studienperspektiven

ARIADNE besteht aus drei sich gegenseitig ergänzenden Teilprojekten, die den gesamten student life cycle in den Blick nehmen: „International Campus Team“, „Treffpunkt Studium und Sprache“ sowie „Perspektive und Erfolg“.

HessenFonds Stipendien für geflüchtete Studierende, Promovierende und Wissenschaftler/innen

Das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt im Rahmen des „HessenFonds" Stipendien für besonders begabte geflüchtete Studierende, Promovierende und Wissenschaftler/-innen an den staatlichen hessischen Hochschulen. Die Förderung dient der Fortführung eines Studiums oder einer wissenschaftlichen Karriere an einer staatlichen hessischen Hochschule.

Die Antragstellung erfolgt an der jeweiligen hessischen Hochschule. Die Hochschule nominiert die qualifizierten Bewerber/-innen beim  Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Die nächste Antragsfrist für die Nominierung beim Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst ist der 31. Juli 2017.

CNMS meets refugees

Im Rahmen von mehreren Seminaren zur Flüchtlingsarbeit sind am Centrum für Nah- und Mittelost-Studien (CNMS) an der Philipps-Universität Marburg mehrere Screencasts zu Themen entstanden, die vor allem für Flüchtlinge interessant sind. Bei den Präsentationen geht es z.B. um Themen wie Bewerbung, Elterngeld oder den Arbeitsvertrag.

Die Präsentationen zur beruflichen und sozialen Eingliederung für Geflüchtete sind von Studierenden erarbeitet, übersetzt und auf Arabisch präsentiert. Sie stehen als Screencasts sowohl auf der CNMS-Website als auch auf dem uni-eigenen Youtube-Kanal der Philipps-Universität Marburg zur Verfügung.

Weitere Angebote und Initiativen des CNMS

Kontakt und weitere Informationen: Centrum für Nah- und Mittelost-Studien, Deutschhausstraße 12, 35032 Marburg, Herr Christian Ebert, Tel. 06421/28-24963, christian.ebert@staff.uni-marburg.de

Forschungsprojekt "Globaler Flüchtlingsschutz und lokales Flüchtlingsengagement"

Im Rahmen des Forschungsprojekts ‘Globaler Flüchtlingsschutz und lokales Flüchtlingsengagement. Ausmaß und Grenzen von Agency in gemeindebasierten NGOs von Flüchtlingen’ wird untersucht, wie Flüchtlinge zu ihrem eigenen Schutz beitragen.

Das Ziel des Projekts ist es zu untersuchen, wie sich Flüchtlinge für ihre Sicherheit engagieren. Im Besonderen geht es darum, wie Flüchtlinge mit Hilfe von gemeindebasierten Organisationen, die durch Flüchtlinge initiiert sind und geleitete werden, zu ihrem Schutz beitragen. Somit sind agency und Resilienzprozesse von Flüchtlingen zentral im Projekt. Dafür wird Feldforschung in Uganda in einem Flüchtlingslager und einem urbanen Kontext durchgeführt.

Kontakt und weitere Informationen: Philipps-Universität Marburg, Zentrum für Konfliktforschung, Ketzerbach 11, 35032 Marburg, Frau Dr. Ulrike Krause,Tel. 06421/28-24411, ulrike.krause@staff.uni-marburg.de 

University Meets Refugees

Beratung und Kontakt für Flüchtlinge
Herr Mark Wiebe
Biegenstraße 10
35037 Marburg
Email: refugees@uni-marburg.de

Koordinatiosstelle Flüchtlingsinitiativen

Dezernat für Internationale Angelegenheiten und Familienservice
Frau Carmen Fels
Deutschhausstr. 11+13
35037 Marburg
Tel.: 06421/28-26417
Email: carmen.fels@verwaltung.uni-marburg.de

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Sepideh Abedi Farizani aus Teheran erhält in diesem Jahr den mit 1.000 Euro dotierten Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für hervorragende akademische Leistungen und soziales Engagement ausländischer Studierender. Die Iranerin ist seit 2016 Promovierende an der Philipps-Universität Marburg.

Philipps-Unviersität Marburg, 19. Dezember 2017

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